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Soziale Medien

Zwischen Selbstvermarktung, Partizipation und Manipulation

 

Entertainment und Kommunikation                                                                           

Diversität und Gleichbehandlung

Digitale Ermächtigung und Partizipation in Gesellschaft und Kunst

 

versus

 

Bots und Algorithmen

Begrenzter Zugang zur digitalen Welt

Zensur und Massenmanipulation.

 

Soziale Medien werden von Veranstalter*innen und Agenturen, und Kunstschaffenden als ein relevantes und wichtiges Werkzeug des Marketings und der Kommunikation angesehen. Erfolgsgeschichten von Künstler*innen die aus dem Nichts heraus über YouTube berühmt geworden sind, machen dabei vor allem unter jungen Kunstschaffenden immer wieder die Runde. Und der Mythos bleibt hartnäckig bestehen, dass man über Soziale Medien quasi kostenfrei und mit garantiertem Publikum ganz einfach eine Präsenz auf dem Kunstmarkt bekommen und die eigene Sichtbarkeit maßgeblich erhöhen kann. So wird dann auch das eigene Produkt ‚Künstlerin’, ‚Künstler’ oder ‚meine Kunst’ modelliert, gepflegt und über YouTube, SoundCloud und Twitter in Bild, Wort und Klang verbreitet. Der eigene Beliebtheitsgrad wird dabei ‚gefühlt’ statt über die Gatekeeper von Festivals, Presse und Medien von den Social Media-Nutzern selbst basisdemokratisch über Likes bestimmt.

 

Der beruflichen Imagepflege gegenüber stehen das Kommunizieren, das Teilen und das Interagieren auf den sozialen Medien. Sehen und Gesehen werden. Aufmerksamkeit geben und Aufmerksamkeit bekommen. Es geht hier um das aktive Partizipieren in Kunst und Gesellschaft, um das Teilen, von dem, was man mag und was man geschaffen hat, um den authentischen Kontakt miteinander, oder einfach nur um den persönlichen Bericht aus dem Alltag. ‚Relevanz’, ‚Respekt’ und ‚Return’. So benennen die Kommunikationswissenschaftler Kaplan und Haenlein die drei großen Rs, die für sie die Grundvoraussetzung für eine gelungene Kommunikation auf dem sozialen Netz sind (Kaplan und Haenlein 2011).

 

In der Paneldiskussion rund um Soziale Medien diskutieren Fachleute aus Kulturmanagement, Kunst und künstlerischer Forschung über Sinn, Potential und das Anwenden Sozialer Medien in der Kunst.

 

Panelteilnehmer:
 

  • Norbert Schnell: Forscher zu interaktiven mobilen Technologien und musikalische Nutzung des Webs vormals am IRCAM/Paris, seit 2017 Professor für Musikdesign an der Hochschule Furtwangen. 
  • Julian Stahl: Kulturmanager und Projektleiter PODIUM.Digital Esslingen mit dem Fachgebiet Kulturorganisation der Zukunft an den Schnittstellen von Theorie und Praxis, Kultur, Management und Soziologie.       
  • Dominika: Szope Leiterin Kommunikation und Marketing am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

Chairs:

 

  • Ludger Brümmer: Leiter des Institut für Musik und Akustik  am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, seit 2016 Professor für digitale Medien an der Musikhochschule Trossingen.
  • Barbara Lüneburg: Leitung des künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojektes
    TransCoding –From ‘Highbrow Art’ to Participatory Culture an der Kunstuniversität Graz, seit 2016 Professorin für Ensemble und Digitale Performance an der Musikhochschule Trossingen.

 


Kaplan, Andreas M., und Michael Haenlein. 2011. „The early bird catches the news: Nine things you should know about micro-blogging.“ Business Horizons (Elsevier) 54: 105-113.