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KlangAPPs - Clustermodell und Communities

KlangAPPs-Clustermodell

Ein Clustermodell für kompetenzorientiertes Lernen mit Apps im Musikunterricht

Smartphones und Tablets ermöglichen mit Apps neue oder an­dere Handlungsdimensionen im Musikunterricht. Zugleich ist das Angebot an Applikationen in der Fülle unüberschaubar ge­worden. Der Beitrag systematisiert technologische Dimensio­nen von musikbezogenen Apps für kompetenzorientierte Lern- und Gestaltungsprozesse in Schulen.

Musikbezogene Lern- und Gestaltungsprozesse mit digitalen mobilen Endgeräten sind kom­plexe Interaktionen, die sich zwischen handelnden Personen, musikalischen Praxen und digi­talen Technologien vollziehen. Welche Apps eignen sich für welche Lern- und Gestaltungs­prozesse und welche musikbezogenen Kompetenzen entwickeln die Lernenden durch Apps? Das Angebot an musikbezogenen Applikationen und Softwarelösungen ist mittlerweile un­überschaubar. Alleine im App- bzw. PlayStore werden jeweils nahezu 100.000 musikbezo­gene Apps angeboten.

Aus dieser Notwendigkeit heraus wurde nach Wegen gesucht, Apps für Musik in der Schule zu ordnen, auszuwählen und zielgerichtet für Lernprozesse einzusetzen. Das Ergebnis ist ein Cluster-Modell, welches die Apps – ähnlich dem menschlichen Handeln – nach ihren Kompe­tenzen ordnet und sich an vier Tätigkeits- bzw. Berufsfeldern orientiert, für die bzw. aus de­ren Anwendungskontext heraus die Apps primär konzipiert wurden. Alle Apps verbindet da­bei der Umgang mit Klängen (KlangAPPs).

Die technologischen Dimensionen der KlangAPPs für sich genommen, ergeben für Lern- und Gestaltungsaufgaben noch wenig Sinn. Diese erschließen sich erst im Zusammen­spiel mit musikbezogenen Handlungsdimensionen/Kompetenzen und anhand musikalischer Praxen. Inwieweit einzelne Apps in konkreten Unterrichtssituationen Grundbereiche musi­kalischen Handelns und ästhetischer Erfahrungen durch Technologien ermöglichen und er­weiterten, gilt es in der musikpädagogischen Forschung zu erproben und zu untersuchen.

Musikbezogene Lern- und Gestaltungsprozesse mit digitalen mobilen Endgeräten sind komplexe Interaktionen, die sich zwischen handelnden Personen, musikalischen Praxen und digitalen Technologien vollziehen. Welche Apps eignen sich für welche Lern- und Gestaltungsprozesse und welche musikbezogenen Kompetenzen entwickeln die Lernenden durch Apps?


 

KlangAPPs-Communities

Ein Angebot für Hochschulmitglieder, Musiklehrkräfte an Schulen und Musikschulen  an der Staatliche Hochschule für Musik Trossingen

Die Digitalisierung ist für die Staatliche Hochschule für Musik Trossingen ein zentrales Thema. In ihrem 2016 gegründeten Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE arbeiten Lehrende und Studierende an innovativen Ansätzen für künstlerische Praxis, für Forschung und Lehre. Im Zentrum der vielfältigen Auseinandersetzungen stehen – im Sinne eines Ateliers – sowohl neue künstlerisch-ästhetische, musikalisch-pädagogische und wissenschaftliche Räume als auch eine Fortschreibung des musikalisch-künstlerischen Erbes. Mit sechs neuen künstlerischen und wissenschaftlichen Professuren ausgestattet fungiert das Landeszentrum MUSIKDESIGN–PERFORMANCE quasi als Drehscheibe, indem in organisierter Form in verschiedenen Studiengängen, Fachgruppen und Instituten der Hochschule sowie in Kooperation mit den Partnern des Landeszentrums Fragestellungen und Praxisprobleme aus unterschiedlichen Perspektiven in innovativen Performances, Lehr-Lern-Arrangements und Forschungsansätzen bearbeitet werden.

Landeszentrum Musik–Design–Performance bietet Ateliertag am 10. Dezember 2018

Am Montag, 10. Dezember 2018 lädt das Landeszentrum zum Ateliertag mit Diskussionen, Workshops, Performances und offener Lehre rund um das Verständnis über und die Beherrschung von (digitalen) Technologien. Neben dem intensiven Austausch erhalten Interessierte auch konkrete Einblicke in das Arbeitsfeld und die Projekte des Landeszentrums MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE.

KlangAPPs-Communities für Hochschullehrkräfte, Musiklehrkräfte an Schulen und Musikschulen und Studierende (Anmeldung siehe unten)

Apps sind in der Regel auf Geräten installiert, in denen zehn oder mehr Sensoren eingebaut sind: Mikrofon, Touchscreen, Bewegungssensoren, Thermometer, GPS-Ortungssystem und weitere zahlreiche Wahrnehmungsfunktionen. Die Prinzipien, wie Technologien mit Klang umgehen, sind vom Smartphone bis zum Großrechner grundsätzlich gleich. Sie werden in unterschiedlichen Applikationen (Software) sichtbar, die in irgendeiner Form mit Klang umgehen: erzeugen (kreieren, imitieren oder kombinieren), verarbeiten (aufnehmen, bearbeiten oder wiedergeben), messen oder ordnen (KlangAPPs). Die Fülle der möglichen Applikationen und deren Nutzen ist für die einzelne Lehrkraft unüberschaubar.

Im Rahmen des Ateliertages werden im Sinne von „Community of Practice“ praxisbezogene (Arbeits-)Gemeinschaften gebildet, in denen die Mitglieder informell miteinander verbunden sind. Sie haben ähnliche Aufgaben zu bewältigen und können durch Interaktion voneinander lernen. In einem Wechselspiel von individuellem, kollektivem und organisationalem Lernen bilden die Gemeinschaften einen Ort („embodied“) und eine Form des Teilens („distribuiert“). Diese verschiedenen KlangAPPs-Communities treffen sich in selbst festgelegten Intervallen und kommen am 27.-29. Mai 2019 wieder zu einem Treffen von allen KlangAPPs-Communities zusammen.

Themen der KlangAPPs-Communities sind folgende Fragen für die verschiedenen pädagogischen Praxisfelder (Hochschullehre, schulischer Musikunterricht, schulische Musik-AGs, Einzel- und Gruppenunterricht in Musikschulen):

  • Wie können die vorhandenen Möglichkeiten der Digitalisierung und Mediatisierung für Lernprozesse in und außerhalb von Schulen genutzt werden?
  • Wie können im Kontext der Digitalisierung veränderte Formen künstlerischer Produktion und Ästhetik in musikbezogene Lehr-Lernprozesse kultureller Bildung mit mobilen Endgeräten wirksam integriert werden?

Gruppen KlangAPPs-Communities und Zeiten für das erste Treffen

  • A: Montag, 10.12.2018, 11:00-13:00 Uhr: Digitales Musizieren und Produzieren: Klänge kreieren, imitieren, kombinieren, aufnehmen, bearbeiten, mixen (Synthesizer, Sequenzer, DAW, DJ etc.).
  • B: Montag, 10.12.2018, 14:00-16:00 Uhr: Digitale Unterstützungen: Klänge notieren, messen, sortieren (Musikwissenschaft, Gehörbildung, Musiklehre etc.)

Interesse?
Bitte melden Sie für eine Mitarbeit in den KlangAPPs-Communities sich bis zum 3. Dezember 2018 per E-Mail an (Ihr Name, Institution A, B oder A+B): landeszentrum(at)mh-trossingen.de
Die weitere Veranstaltungen des Ateliertages können ohne Anmeldung besucht werden.